Pride
Leipzig

Das erwartet euch beim Leipziger CSD im Juli 2026

Regenbogenfahnen, bunte Menschen und gute Laune: Nachdem der Leipziger CSD 2025 von rund 19.000 Menschen besucht wurde, stehen auch in diesem Jahr wieder Veranstaltungen rund um den Christopher-Street-Day statt.

Menschenmenge mit verschiedenen Pride-Flaggen und Ausblick auf das neue Rathaus in LeipzigCSD Leipzig / Mim Schneider / Tobias Möritz / Eulenherz Artwork

Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich als offen und tolerant gilt, umso erschreckender ist auch hier die steigende Bedrohungslage, mit welcher sich queeren Menschen aufgrund ihrer Identität konfrontiert sehen. Mit dem diesjährigen Motto macht der CSD Leipzig klar, dass queere Rechte nicht verhandelbar, sondern selbstverständlich sein sollten: "Keine Ruhe, kein Zurück – Queere Rechte Stück für Stück!"

So schreiben die Veranstaltenden des CSD Leipzigs:

Wir werden nicht ruhig zusehen, wie uns unsere Freiheit genommen wird. Wir müssen Allianzen bilden, uns vernetzen und gemeinsam für unsere Rechte auf die Straße gehen. Wir müssen zeigen, dass wir viele sind. Zeigen, dass wir ein wichtiger Teil dieser Gesellschaft sind, den es zu schützen lohnt. Wir müssen die stille Mehrheit der Bevölkerung dazu bewegen, sich gegen den Rechtsextremismus und menschenverachtende Ideologien zur Wehr zu setzen und eine klare Haltung einzunehmen.

Programmwoche

Im Rahmen der Programmwoche finden die unterschiedlichsten queeren Veranstaltungen und Aktionen statt. Darunter sind beispielsweise Diskussionen, Filmvorstellungen, Lesungen, Workshops oder Partys, die das Motto des CSDs unterstützen. Die Aktionen richten sich an die gesamte Gesellschaft und bieten die Möglichkeit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen. Diese Events sind im Zeitraum vom 10. bis 18. Juli 2026 zu erwarten. Da noch Veranstaltungen angemeldet werden können, gibt es derzeit keine Terminübersicht (Stand: März). Aktuelle Informationen gibt es auf der Webseite der Veranstalter:innen.

Demonstration & Straßenfest

Den Abschluss der CSD Programmwoche bildet die Kundgebung mit darauffolgendem Demonstrationszug durch die Stadt. Dafür steht bereits jetzt das Datum fest: die Kundgebung startet am 18. Juli 2026 am Augustusplatz.

Die genaue Route wird auf den Social Media Kanälen und der Webseite der Veranstalter:innen bekannt gegeben.

Passende Aufkleber für die Pride Season 🏳️‍🌈

Was ist der Hintergrund des CSDs?

Was heute als bunte Demonstrationen bekannt ist, hat seinen Ursprung im Jahr 1969 in New York. Zu dieser Zeit gerieten Bars, die hauptsächlich von queeren Menschen besucht wurden, zunehmend ins Visier der Polizei. Als in der Nacht zum 28. Juni 1969 in der Bar „Stonewall Inn” in der Christopher Street eine Razzia durchgeführt werden sollte, widersetzten sich Homosexuelle erstmals der politischen und polizeilichen Willkür. Diese Ereignisse führten zu einem tagelangen Widerstand gegen Diskriminierung und gelten als Wendepunkt im Kampf der queeren Szene um Gleichberechtigung. Nach den Aufständen in der Christopher Street folgten weltweit zahlreiche Demonstrationen. Rund zehn Jahre später, im Jahr 1979, fanden die ersten organisierten CSD-Paraden in Deutschland in Berlin und Bremen statt. Heute gibt es allein in Deutschland über 160 verschiedene CSDs (Stand: März 2026).